Palmkohl ‘Nero di Toscana’

Der Anbau von ‘Nero di Toscana’ verlief sehr gut. Die Kultur dauert recht lange und ist ähnlich wie beim Grünkohl. Im Mai habe ich ausgesät und nun sind die Pflanzen 60 cm hoch. Keine Läuse oder ähnliches Getier. Während dieses Jahr der Rosenkohl so gar nicht geworden ist und eher an Markkohl erinnert mit miniwinzigen Röschen, prunkt der Italiener üppig und ausladend.
Die Zubereitung ist klassisch und eher die deftige Variante. Von drei Pflanzen die oberen. Wipfel und Blätter ergeben etwa 500 g. Blätter klein schneiden und mit Zwiebeln und Fleisch, Wurst oder Pinkel zwei Stunden schmoren. Der Geschmack ist dem vom Grünkohl ganz ähnlich, aber eben nicht ganz. Nero di Toscana schmeckt kohliger. Man hat eher das Gefühl, es handelt sich um ein Wildgemüse.
Die ganze Pflanze ähnelt zwar dem Grünkohl, aber sie ist zierlicher, die Blätter sind feiner und schmaler.
Habe jetzt im Sommer aus dem Garten meiner Schwester, ein paar Blätter genommen. Es gab davon eine sehr gute Vorspeise: Toscano nero klein schneiden, Pinienkerne und wenig andere Samen (Lin, Sesam) im Olivenöl anbraten, den Palmkohl dazu, einige Male wenden, sautieren, Salz gemahlen, Pfeffer gemahlen dazu, Hitze sehr reduzieren, Deckel drauf, ab und zu hineinschauen, ca 7 Min, Hitze weg und etwas ruhen lassen…
Iddu, ein sizilianischer Weisswein schmeckte ausgezeichnet zu diesem feinen Gericht!
Also nichts von Frost vorher, nichts von sehr lange kochen…
Das klingt lecker.